Im Fokus der modernen Gelenkchirurgie:
Verbesserte Implantate und Chirurgie Techniken

Hüftendoprothese
(Corail-Schaft, Pressfit-Pfanne, Keramik-Kopf und –Inlay):

Schmales ImplantatDas spezielle Design des Corail-Prothesenschaftes erzielt eine hohe Anfangsstabilität, bis zur Einheilung in den Knochen. Meist ist sofort eine volle Gehbelastung möglich. Das Design erlaubt eine besonders  schonende OP-Technik mit geringer Freilegung und wenig Knochenabtragung. Dieser wird vielmehr verdichtet und stabilisiert; ein relativ kleines Implantat genügt für einen festen Halt.
Der Schaft wird schonend gesetzt, nicht harsch eingekeilt, dabei in den intakten spongiösen Knochen integriert. Eine Schädigung kann kaum auftreten. Das hydraulische Stützssystem des Knochens bleibt intakt. Dies trägt zu der Minderung von postoperativen Schmerzen bei.

Abbildung 1:  Schmales Implantat („Corail“-Schaft) im Schwammknochen eingeheilt, „Einkeilen“ nicht erforderlich

Implantatvarianten mit verschiedenen Halswinkeln sowie differenten Abständen erlauben eine gute Rekonstruktion der Abstands- und Längenverhältnisse und damit eine korrekte Biomechanik. Dabei wird der exakte Sitz der Implantate präoperativ mit einem speziellen Planungsprogramm auf dem Bildschirm ermittelt. Das Ergebnis wird als exakte Planzeichnung ausgedruckt und bildet eine wichtige Vorgabe für die Genauigkeit der Operation (s. Abbildung 7).

Die Hüftpfanne wird in der sog. Pressfit Technik implantiert, was sich seit vielen Jahren besonders bewährt. Strukturierte Implantatoberflächen sichern einen festen Halt und ein sicheres Einwachsen in das Knochenlager. Es ist ebenfalls nur eine geringe Knochenabtragung notwendig. Die am Implantat befindlichen Bohrungen ermöglichen eine gute Kontrolle des dichten Anliegens und die eventuelle Anwendung zusätzlicher Schrauben zur sicheren Stabilisierung. Es können Inlays aus verschiedenem Material gewählt werden (Keramik, Metall oder Polyäthylen). Bei Inlay und Prothesenköpfen sind in den letzten Jahren beträchtliche Verbesserungen der Abriebfestigkeit, Bruchsicherheit und bei der Luxationsvorbeugung erzielt worden. Neuester Stand ist die Keramik-Metall Gleitpaarung mit großen Kopfdurchmessern (bis 44 mm).

Abbildung 2: Metall-Keramik-Gleitpaarung


Die heutige chirurgische Technik betont die  Schonung des Muskel- und Bandapparates und die Wiederherstellung einer stabilen Führung des Gelenkes. Entsprechend ist die Freilegung des Gelenkes zu einer besonders schonenden, aber auch funktionell anatomisch anspruchsvollen Operationstechnik geworden. Es wird bei kleinem OP-Zugang trotzdem  eine vollständige Übersichtlichkeit erreicht.
Dies verhilft zu einer exakten Einpassung orientiert an anatomischen Landmarken und bietet eine hohe Flexibilität bei eventuell notwendig werdenden Zusatzmaßnahmen (z.B. Aufbauplastik, Sicherung des Knochens mit Umdrahtungen).

Besser als je zuvor werden die Ziele für den Hüft Patienten erreicht: Eine sicher heilende, biologisch sehr verträgliche, stabile, schmerzfreie, die Versteifung und Beinlängendifferenzen behebende, belastbare und langzeitig haltbare Hüftendoprothese.

Knieprothese:
Der individuell anatomisch maßgefertigte Halbschlitten

Als faszinierende Kombination von CT- Diagnostik mit hochtechnologischer Implantat Herstellung ist der maßgefertigte Knie-Halbschlitten I-Uni von „Conformis“ zu bewerten.
Das Knie des Patienten und die gesamte Anatomie des Beines werden mit einem Standard CT erfasst.

Abbildung 3: Unikondyläre Knieendoprothese (I-Uni) individualisiert nach Maß gefertigt

Die Bilddaten werden an den Implantathersteller geschickt, der damit die Halbschlittenimplantate und die zur Implantation erforderlichen Spezialinstrumente für das individuelle Knie des Patienten produziert. Das Ergebnis sind anatomisch genau passende Implantate mit bester Wiederherstellung der Beinachse und der Bänderführung, die dem natürlichen Gelenk sehr nahe kommt.

Abbildung 4: Unikondyläre Knieendoprothese (I-Uni) individualisiert nach Maß gefertigt


Diese Technik kann Dr. Dick wie alle anderen modernen Verfahren und Implantate in beiden Kliniken anbieten (bei Privat- und Kassenpatienten).

Diese Bahn brechende Innovation basiert auf der Langzeiterfahrung von Dr. Dick und dem laufenden Austausch mit international führenden Ärzten und Kliniken.


Abbildung 5: Maßgefertigte Spezialinstrumente und Probeimplantate


Doppelschlitten mit Rotations-Gleitinlay

Die jetzige Entwicklungsstufe der Doppelschlitten-Knieendoprothese ist durch das mobile Inlay gekennzeichnet. Dieses liegt beweglich mit einem zentralen Zapfen stabilisiert auf einem polierten Metallplateau. Das ergibt eine verbesserte Biomechanik und Kinematik des operierten Knies bei erhöhter Bänderstabilität und geringerem Inlay Verschleiß. Die Implantate weisen eine mikrosphärische Beschichtung auf, die bereits eine lange Entwicklungs- und Bewährungszeit hinter sich hat und bei geeigneten Bedingungen am Knochen eine sichere Einheilung ergibt.

Abbildung 6: Doppelschlittenprothese mit Rotations-Gleitinlay

Weitere Fortschritte der letzten Jahre
im Umfeld der Operationen:

Akkurate präoperative Planung hilft für eine exakte Operation

Mit digitalisierten Röntgenaufnahmen erfolgt eine genaue virtuelle Auswahl und Einpassung der Implantate auf dem Computerbildschirm. Es entsteht ein sehr genaues Bild über den bestmöglichen Sitz, die Ausrichtung, die Abstandsverhältnisse und die Passung der Implantate vor der Operation.

Abbildung 7: Röntgen-Arbeitsplatz mit  laufender Knie-Endoprothesen Planung

Schmerzprophylaxe und -Behandlung

Schmerzen nach der Operation können wirksamer kontrolliert werden als noch vor wenigen Jahren; zusätzliche Anlage von Nervblockaden (z.B. Femoralisblock, Periduralkatheter), intraoperative Anwendung von schmerzhemmenden Injektionen im Kniebereich können die postoperativen Schmerzen wesentlich vermindern.

Verminderung des Blutverlustes

Der mögliche Blutverlust bei Hüft- oder Knieendo-prothesen hat sich dank schonender Chirurgie weitgehend verringert; moderne Retransfusionssysteme führen auch kleinere Blutmengen, welche während oder nach der Operation verloren gingen, wieder in den Kreislauf zurück. Eigenblutspenden bzw. Fremdbluttransfusionen haben sich so als weitgehend verzichtbar erwiesen.

Erhöhter Infektionsschutz bei Operationen

Durch Anwendung moderner Technik, wie z.B. der Astronautenhelme, konnte das Risiko einer Infektion bei einer Gelenkoperation entscheidend herabgesetzt werden, wie die Ergebnisse der vergangenen Jahre zeigen.